Wer den Atzenbergweiher kennt, hat ihn meist still für sich entdeckt. Der Weg dorthin führt durch Wald – ruhig, schattig, ohne große Ankündigung. Kein Schild, das einen darauf vorbereitet. Kein Parkplatz, der einen erwartet. Nur Bäume, Licht, das sich durch die Kronen arbeitet, und irgendwann das leise Ahnen, dass gleich etwas kommt.
Und dann ist er da: ein kleiner, fast stiller See, in dessen Mitte eine winzige Insel liegt, als hätte sie sich einfach dort niedergelassen und beschlossen, nie wieder wegzugehen. Das Wasser ist ruhig. Die Bäume ringsum halten die Hitze draußen, die Luft bleibt frisch, selbst wenn der Sommer anderswo drückt. Hier ist es geschützt – vom Wald, von der Stille, von der Abgeschiedenheit eines Ortes, den die meisten nicht kennen.
Im Sommer treiben Seerosen auf dem Wasser. Weiß, zart, vollkommen unaufgeregt in ihrer Schönheit. Man schaut sie an und vergisst dabei, dass man eigentlich noch irgendwo hin wollte.
Wer weiterläuft, entdeckt eine Hütte mit Tischen davor – einladend ohne viel Aufhebens. Zwei Grillstellen laden dazu ein, den Abend nicht zu beenden, wenn er eigentlich beginnt, schön zu werden. Es ist kein Ort für große Pläne. Eher für das Gegenteil: für ein Feuer, das man gemeinsam anfacht, für Gespräche, die sich Zeit lassen, für ein Essen, das nach draußen schmeckt.
Der Atzenbergweiher ist kein Ausflugsziel, das man abhakt. Er ist ein Ort, an den man zurückkommt. Leise, fast ohne es selbst zu merken.
Aufgabe: Komm ohne Uhr. Setz dich ans Wasser. Warte, bis du aufhörst, auf etwas zu warten.